Upcoming MatchEHC Frauenfeld — Red Lions Reinach/Sa., 21.09.2019/Kunsteisbahn Frauenfeld
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Abopreise halbiert und ein Neuzuzug

Vorweihnachtliche Bescherung für die Fans der Red Lions Reinach: Ab sofort gibt es 50 Prozent Rabatt beim Kauf einer Dauerkarte und mit dem Schweiz-Kanadier Darryl Stettler (39) zudem eine Verstärkung in der Offensive. Weniger erfreulich: Mit Virgile Hagmann und Fadri Holinger fallen zwei wichtige Teamstützen aus.

Andi Augstburger

Der überraschende Erfolg gegen den Tabellendritten Frauenfeld hat den Appetit auf weitere Glanztaten erst richtig geweckt. Spät, aber noch nicht zu spät sind die Red Lions Reinach in der starken Ostgruppe angekommen. Die Schützlinge von Coach Andi Augstburger zieren zwar noch das Tabellenende, aber abgerechnet wird bekanntlich erst im Frühjahr 2019. Die Chancen auf den Klassenerhalt sind jedenfalls intakt – und verbessern sich mit jedem gewonnenen Punkt weiter. Natürlich führt der Weg ans proklamierte Saisonziel über die Relegationsrunde oder allenfalls sogar über die Ligaqualifikation. Anderes durfte vom Liganeuling auch nicht erwartet werden. Denn im Gegensatz zur Konkurrenz stecken die Roten Löwen nach wie vor in der Start-up-Phase. Die ganze Planung begann im Frühling 2017 auf einem weissen Papier und muss nun Schritt für Schritt vorangetrieben werden. Konkret: 20 Feldspieler und drei Torhüter müssen ein funktionierendes Team werden. Dieser Prozess ist in vollem Gang.

Sonderaktion: 50 Prozent Rabatt auf Dauerkarten

Wer den Klub als Inhaber einer Saisonkarte unterstützt, darf sich also auf eine lange 1.-Liga-Saison freuen. In ihrem Bemühen um eine grössere Resonanz bei den Heimspielen greift die Klubleitung nun tief in die vorweihnachtliche Geschenkkiste. Der Verein gewährt auf Saisonkarten  ab sofort einen satten Rabatt von 50 Prozent. Das Abo für Sitzplätze kostet ab sofort nur noch 100 Franken und für Stehplätze 50 Franken. Jugendliche bis 16 Jahre sehen alle weiteren Partien der Qualifikation, der Relegationsrunde sowie dem allfälligen Duell gegen den Zweitletzten der Westgruppe für lediglich 25 Franken. Kinder bis 6 Jahre haben bei den Red Lions Reinach ohnehin immer freien Eintritt. Die verbilligten Saisonkarten gibt es ab sofort an der Abendkasse in der Eishalle Oberwynental oder können hier schriftlich bestellt werden. Und das Cupspiel vom kommenden Sonntag (9.12.2018) gegen den MySports-League-Klub EHC Thun in der heimischen Eishalle (Anpfiff 17.30 Uhr) ist in den verbilligten Abonnementen ebenfalls inbegriffen.

Neu: Kanadier mit Schweizer Lizenz
Rouven Blattner

Die Red Lions Reinach stellen das jüngste Team der Liga. Es fehlt an Routine und Erfahrung, was vor allem in resultatmässig „engen“ Spielen deutlich wird. Eine Abkehr vom eingeschlagenen Weg und der (teure) Einkauf von Routine war jedoch nie ein Thema. Das Sparbudget von 250.000 Franken lässt keine abenteuerlichen Verpflichtungen zu. Vielmehr liegt es nun an der talentierten Jugend, in den Duellen gegen vermeintlich übermächtige Konkurrenten zu lernen und sich weiter zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund hat der Klubvorstand um Präsident Rouven Blattner denn auch beschlossen, zur Stabilisierung von Trainer und Team beizutragen. Die temporäre Unterstützung durch den ehemaligen NLA-Trainer Björn Kinding war eine erste Massnahme. Nach Verteidiger Luca Wüthrich (kam vom MySportsLeague-Klub Brandis) wurde mit Darryl Stettler (re.; Foto: Jungfrau Zeitung) ein 39-jähriger Flügelstürmer verpflichtet. Der Kanadier mit Schweizer Lizenz bringt reichlich Erstliga-Erfahrung aufs Eis (Interlaken, Zuchwil-Regio). Er hat die letzten sechs Jahre aber in Übersee verbracht (gespielt) und kehrte nun mit seiner Familie nach Europa zurück.

Holinger und Hagmann fallen (vorerst) aus
Fadri Holinger
Virgile Hagmann

Die Freude über den routinierten Neuzugang wird allerdings durch die Absenzen von Fadri Holinger und Virgile Hagmann getrübt. Verteidiger Hagmann hat vermutlich einen Bänderriss (was für ihn das vorzeitige Saisonende bedeuten würde) und der Flügelstürmer Holinger ist wegen einer Stirnhöhlenentzündung mindestens für zehn Tage zum Zuschauen verdammt.

Text: Albert Fässler, Foto/Copyright: Jungfrau Zeitung