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Der erste Red-Lions-Sieg – im 44. Spiel

Copyright: Wynentaler Blatt

Aus dem Wynentaler Blatt, 30. November 2018

Eishockey 1. Liga: Red Lions Reinach – EHC Frauenfeld 5:4 (1:1, 2:2, 2:1)

Auf das haben die Red Lions Reinach und ihre Fans 43 Spiele lang gewartet. Im 44. Anlauf wurde ein starker Auftritt endlich auch mit einem Sieg belohnt. In der Partie gegen Frauenfeld waren die Reinacher ganz einfach die bessere Mannschaft. Und diesmal haben sie das Siegesglück vor allem in den Schlussminuten erzwungen. Das macht Lust auf mehr – und der Mannschaft Lust auf mehr Zuschauer.

Copyright: Wynentaler BlattWas für eine Eishockeywoche: Zu Wochenbeginn trat der einstige Reinacher Trainer Arno del Curto nach 22 Jahren beim Rekordschweizermeister HC Davos zurück. Bei seinem letzten Auftritt gegen die ZSC Lions waren die Red-Lions-Business-Members hautnah dabei. Viel bedeutender aber ist: Die Red Lions Reinach erreichten in ihrem 44. Spiel den lang ersehnten Sieg. Nach der sieglosen Debütsaison ist endlich, in der Hälfte der zweiten, das Eis gebrochen. Besonders schön: Den Siegestreffer schoss ein Einheimischer. Severin Augstburger hängte den Puck 2 Minuten und 22 Sekunden vor Spielende siegbringend ins Netz. Die Freude ist riesig, die Erleichterung auch. Die grosse Sause fand allerdings nicht statt. Das Ereignis entstand zu plötzlich, das Spiel hätte in der hektischen Schlussphase auch noch kippen können und der Sieg kam mitten in der Arbeitswoche.

Endlich haben also die Roten Löwen nicht nur gut gespielt, sondern auch gewonnen. Weil der klassische „Knipser“ fehlt, kompensierte man das einfach mit einer noch besseren Mannschaftsleistung, wo sich jeder für den andern aufopferte und wo es vier verschiedene Torschützen gab.Der Sieg wurzelt in den Schlussminuten des Mitteldrittels, als Routinier Patrick Rothen eine Minute nach dem Führungstreffer der Ostschweizer Nervenstärke zeigte und zum 3:3 ausglich. Sein zweiter Treffer in diesem Spiel. Schnyder legte dann im dritten Spielabschnitt, 10 Minuten vor Schluss zum 4:3 vor. Das weckte Frauenfeld nochmals auf, die Lions wurden minutenlang ins eigene Drittel zurückgedrängt und schliesslich fand Rohner sogar die Lücke zum Ausgleich.
Dann vermochten sich die Gastgeber aus der Umklammerung zu lösen und Augstburger schoss die Reinacher, von Hagmann bedient, zum ersten Sieg. Im Herzschlag-Schlussfurioso stand alles auf der Kippe. Frauenfeld spielte ohne Torwart, die Red Lions wirbelten vor dem eigenen Tor und schlossen alle Lücken. Auch das gegnerische Timeout 8 Sekunden vor Schluss führte zu nichts Zählbarem, die Feier konnte steigen. Headcoach Andi Augstburger freute sich: „Endlich haben wir über die ganzen 60 Minuten sehr gut, sogar praktisch fehlerlos gespielt. Wichtig ist, dass wir wie bisher weiter Fortschritt machen.“ Und: „Schön wäre, wenn die Jungs etwas mehr Zuschauer hätten“, fügt er an. Das Spiel hatte bloss 71 Zuschauer.

Gegen die zwei Spitzenteams

Der Sieg ist auf jeden Fall gut für die Moral. Schon am kommenden Samstag wird es wieder knüppelhart kommen. Dann reist man ins Schanfigg zum Duell gegen den Tabellenzweiten Arosa, der aufsteigen will. Am kommenden Donnerstag dann das Rückspiel gegen den aktuellen Leader Wetzikon.

Die Fakten zum Spiel

Red Lions Reinach – EHC Frauenfeld 5:4 (1:1, 2:2, 2:1)

Ort: Kunsteisbahn Reinach
Zuschauer: 71
Schiedsrichter: Derada; Cadonau, Fankhauser

Tore: 9. Rothen (Schnyder) 1:0, 16. Loser (Schläppi/Auschluss: Vogt 2+2, Senn) 1:1; 24. Suter (Lattner) 1:2, 29. Holinger (Schnyder, Rothen/Auschluss: Fehr) 2:2, 39. Geiser (Rieser, Rohner) 2:3, 40. Rothen (Schnyder, Augstburger/Ausschluss: Meier) 3:3,50.Schnyder(Rothen) 4:3, 57. Rohner (Geiser, Grolimund) 4:4, 58. Augstburger (Hagmann) 5:4.

Strafen: 5 x 2 Minuten gegen die Red Lions Reinach, 7 x 2 Minuten gegen den EHC Frauenfeld.

Red Lions Reinach: Kunz; Augstburger, Dum, Bachmann, Wüthrich, Flükiger, Hagmann, Lutz; Schnyder, Rothen, Allegri, Zubulis, Renggli, Holinger, Rietmann, Rosamilla, Moldovanyi, Vogt, Jegen.

EHC Frauenfeld: Styger (37. Bearth); Lattner Suter, Rieser, Grolimund, Mettler, Käser, Lückhof; Haldenstein, Kuhn, Fehr, Harder, Loser, Jörg, Schläppi, Senn, Geiser, Rohner, Meier.
Bemerkungen: 51. Timeout Red Lions Reinach, 60. Timeout SHC Frauenfeld.

Quelle/Copyright: Wynentaler Blatt, 30. November 2018 Text/Bilder: mars