Headcoach Zahner geht zum Saisonende

Red Lions Reinach, Headcoach Raphael Zahner

Die Red Lions Reinach und Raphael „Zasi“ Zahner sind übereingekommen, den im Frühjahr 2021 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Nach fast drei Jahren beim Aargauer Erstligisten hat ich der 39-jährige Hockeylehrer entschieden, beim Ligakonkurrenten HC Luzern als Trainer und Sportchef eine neue Herausforderung anzunehmen.

Drei Jahre Trainer in Reinach

Raphael Zahner sprang im Dezember 2018 als Nachfolger von André Augstburger in die Bresche. Mit einem Rumpfteam schaffte er im Frühjahr 2019 den Ligaerhalt in extremis. Schon in der darauffolgenden Saison stellte der Zürcher Oberländer dann eine Mannschaft zusammen, die nicht nur konkurrenzfähig war, sondern auch den Favoriten hie und da ein Bein stellen konnte. Trotz knappen, finanziellen Mitteln gelang es Zahner, sein Team sukzessive weiter zu verstärken und so den steigenden Erwartungen der Fangemeinde gerecht zu werden. 2020/21 stand das erstmalige Erreichen der Playoffs auf der Agenda, was die Roten Löwen mit drei Siegen in den ersten drei Spielen auch resultatmässig eindrücklich untermauerten. Die Corona-Pandemie und der Unterbruch der Meisterschaft machte all diesen Träumen ein jähes Ende.

Headcoach Zahner: professionell, streng und gerecht

Die Red Lions Reinach haben dem scheidenden Trainer viel zu verdanken. Raphael Zahner erwies sich als Profi durch und durch. Seine administrative Planung bis ins letzte Detail war Weltklasse und beeindruckte alle Involvierten. Auf dem Eis war er ein strenger, aber jederzeit gerechter Ausbildner. Dass er die Früchte seiner Anstrengungen nicht mehr ernten konnte, ist einzig und allein der Pandemie geschuldet. Aber wer weiss: Sollte im Januar 2021 doch wieder gespielt werden, gibt es vielleicht ein Happy End.

Wer Raphael Zahner in Reinach beerben wird, ist momentan noch offen. Kandidaten sind vorhanden, aber sie müssen ins Anforderungsprofil des Klubs passen und da gehört halt auch die knapp bemessene, finanzielle Abgeltung dazu.

Text: Albert Fässler