Gemeindeammann Heiz mit Herzblut für Vereine

Röbi Koller / Quelle: Facebook

Für Reinachs Gemeindeammann Martin Heiz sind die Vereine im Oberwynental eine Herzensangelegenheit. Er ist denn auch oberster Schirmherr eines jährlich stattfindenden Treffens aller Vereinspräsidenten. Diesmal traf man sich zu einem rund dreistündigen Erfahrungsaustausch in der Mehrzweckhalle Gontenschwil. Geladen waren die Red Lions Reinach und auch TV-Star Röbi Koller (Happy Day).

Ideen, Engagement, Teamgeist und mutige Eishockeyspieler

85 der 100 Geladenen waren der Einladung gefolgt und hatten ihr Kommen nicht zu bereuen. Im Fokus standen dabei so wichtige Themen wie die professionelle Suche nach neuen Vereinsmitgliedern, die Geldbeschaffung über Crowdfunding-Kampagnen und das Eishockey-1.-Liga-Projekt der Red Lions Reinach. Vorgestellt wurde dies von Albert Fässler. Mit seiner Arena Sportwerbung AG hat er die nötigen Sponsoren für den Start des Teams gewinnen können. Auch das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit hat er mit seinem Team konzipiert und umgesetzt.

Dass die finanziellen Mittel für die Startsaison bereits gesichert sind, darf in der heutigen Zeit zweifellos als grosser Erfolg verbucht werden. „Wir haben moderne, sportbegeisterte Unternehmen und Privatleute gefunden, die mit uns fest daran glauben, dass der Eishockeysport in Reinach in vielerlei Hinsicht positiv auf die Menschen und auf die ganze Region auswirkt,“ sagt der langjährige Sportjournalist Albert Fässler. Er räumte aber auch offen ein, dass der Einstieg in die oberste Amateurliga vor allem im sportlichen Bereich nur halbwegs gelungen sei: „Ich ziehe meinen Hut vor unseren Spielern. Mit Mut und Enthusiasmus stürzen sie sich immer aufs Neue in jedes Spiel, obwohl sie wegen Unterbesetzung kaum eine reelle Chance auf den Sieg haben.“ Es gibt laut Fässler nach wie vor offene Baustellen. Im Hinblick auf die Saison 2018/19 kommt da noch einiges an Arbeit auf Vorstand, Staff und Spieler zu.

Nachwuchs und Spitzensport

Von der Einführung des Leistungssportes soll vor allem auch der Nachwuchs des Schlittschuh-Clubs Reinach profitieren. Die hockeyinteressierten Kids werden künftig sämtliche Ausbildungsstufen vor der eigenen Haustüre durchlaufen können. Sie werden hier auch erste Gehversuche im Spitzensport machen, so zumindest sieht es die Strategie der Initianten vor. Denn das Ziel ist es, das Fanionteam einst mit Einheimischen in den Kampf um Sieg und Punkte schicken zu können. Bis dahin wird es aber noch dauern.

Matchleibchen für Martin Heiz

Der „Löwenmacher“ aus dem Zürcher Unterland war nicht ohne Geschenk im Gepäck nach Gontenschwil gekommen. Den Vereinspräsidenten empfahl er, mit ihren Mitgliedern einen Ausflug in die Eishalle Oberwynental zu machen und sich die Spiele der Red Lions Reinach live anzuschauen – zum Nulltarif, versteht sich. Und dem geistigen Vater des Projekts, Gemeindeammann Martin Heiz, überreichte Fässler ein Matchleibchen mit dessen Namen als kleines Dankeschön für seinen Support. Stadtoberhaupt Heiz war sichtlich gerührt und moderierte die letzte halbe Stunde prompt im knalligen Dress der Roten Löwen aus Reinach. Dieses wird im Reinacher Gemeindehaus einen Ehrenplatz bekommen, versprach Heiz.

Organisiert wurde der Anlass übrigens von Gontenschwils Gemeindeammann Renate Gautschy und der Vereinigung Impuls Aargau Süd. Dessen Präsident Martin Widmer stellte sich anschliessend spontan als künftiger Helfer bei den Heimspielen der Red Lions Reinach zur Verfügung.