Neues Sturm-Duo unter dem Weihnachtsbaum

Red Lions Reinach, Gogolka, Leu

Die Red Lions Reinach machen sich das passende Weihnachtsgeschenk gleich selber. Sie komplettieren ihr Kader für die Saison 2021/22 mit dem Sturm-Duo Jaromir «Jerry» Gogolka (31, in Bild links) und Michael Leu (21). Noch nicht bestimmt ist der Nachfolger des scheidenden Trainers Raphael Zahner, aber an Kandidaten mangelt es nicht.

Red Lions Reinach, Gogolka, LeuSo früh wie heuer haben die Verantwortlichen in Reinach die Weichen für die sportliche Zukunft noch nie gestellt. Die Kaderliste umfasst inzwischen drei Torhüter, acht Verteidiger und 13 Stürmer. 20 der 24 Spieler haben den Vertrag bereits unterzeichnet, beim Rest liegt zumindest eine mündliche Zusage vor. Zu den Fixstartern zählt auch das neue Sturm-Duo Jerry Gogolka und Michael Leu, die zuletzt für den Küssnachter SC auf Torejagd gingen und auch beim Ligakonkurrenten Luzern auf der Wunschliste standen. Gogolka kam 2015 in die Schweiz, spielte zuerst in Luzern, dann in Küssnacht und wartet nun auf die C-Bewilligung, die es für Einsätze in der 1. Liga braucht. Der Tscheche gilt als Torgarant und genau diese Qualität erhoffen sich die Red Lions denn auch von ihrem Neuzugang. Im besten Fall kommen die Zuspiele an ihn dann von Michael Leu, der anderen Neuverpflichtung und bisherigen Sturmpartner Gogolkas. Der 21jährige Stürmer entstammt dem Nachwuchs des MySport-League-Klubs Bülach, hat die Liebe zum Hockey allerdings erst mit 13 Jahren entdeckt, aber der einstige Kunstturner und Musiker (Klavier/Gitarre) ist zweifellos auch auf schmalen Kufen ein Talent. Dieses kann der gelernte Logistiker nun in neuer Umgebung und in einer höheren Liga unter Beweis stellen. Ein interessantes Detail am Rande: Jerry Gogolka arbeitet bei Leu Brandschutz im Metallbau, seines Zeichens der Onkel von Michael Leu.

Budgetkürzung ein Muss

Die sportlichen Aussichten sind erfreulich, die finanziellen Bedingungen hingegen schwierig. Lions-Finanzchef Carl von Heeren rechnet angesichts der Pandemie und ihren Folgeschäden mit deutlich weniger Einnahmen. Kein Weg führt an einer Kürzung des Budgets um 20 bis 25% bei. Gespart werden muss auf der ganzen Ebene, primär aber bei den Entschädigungen an die Spieler. «Mehr Leistung für weniger Geld» lautet deshalb der Leitsatz für die nächste Zukunft. Dementsprechend wurde auch der Spielerrat rund um Simon Schnyder informiert, dass es nun Verzicht von allen Seiten brauche. Einmal mehr ging der 33-jährige Vorzeige-Captain und zweifache Familienvater dabei gleich mit gutem Beispiel voran und verzichtet als Verantwortlicher des Sommertrainings auf die budgetierte Entschädigung. Schnyder zu seiner Geste: «In einer derart aussergewöhnlichen Situation heisst es als Team zusammenstehen und mithelfen, die Existenz des Klubs zu sichern.»

Text: Albert Fässler