Red Lions schlagen den Leader EHC Dübendorf 3:2

Red Lions Reinach, Logo

Die Vorzeichen standen schlecht: Die Verletzungshexe und die Grippewelle hatten nun auch Reinach erreicht. Nicht weniger als 7 verletzte oder kranke Spieler standen den Red Lions nicht zur Verfügung. Vor dem Einwärmen kam Dario Arnold mit einer Schnittverletzunh dazu. Das Kader bestand nun aus 2 Goalies und 14 Spielern. Was die Mannschaft anschliessend auf dem Eis zeigte, war begeisternd und wurde auch belohnt.

 

Torloses Startdrittel

Man war gespannt wie sich die dezimierte Mannschaft gegen den Leader und Aufstiegsfavoriten schlagen würde. In den Startminuten war das Heimteam die aktivere Mannschaft und spielte erfrischendes Offensiveishockey. Mit Fortdauer kamen aber auch die Zürcher zu Chancen. Gefährlich wurde es, wenn die Entschlossenheit in der Verteidigung fehlte. Anschreiben konnte (noch) keine Mannschaft und so ging es mit einem 0:0 in die Pause.

 

Überraschende Führung

Wie bereits im Startdrittel begannen die roten Löwen engagiert. In der 22. Minute zog Jan Mosimann los und versuchte sein Glück mit einem Schuss aus der Distanz. Er verfehlte das Tor, der Puck sprang aber wieder nach vorne und dort stand Mike Wüthrich goldrichtig. 1:0! Der Führungstreffer gab der Mannschaft Aufwind. In der 25. Minute führte ein schnell vorgetragener Konter zum 2:0. Cédric Maurer mit einem Schuss, den der Dübendorfer Schlussmann mit der Stockhand abwehren konnte – Simon Pfister verwertete den Abpraller in Baseball-Manier. Ein weiterer Konter brachte in der 28. Minute beinahe das 3:0. Jan Mosimann scheiterte mit seinem Schuss aber am Pfosten. Im Gegenzug war es Timo Brauchli, der ebenfalls nur Aluminium traf. Kurz darauf war der Anschlusstreffer Tatsache. Lukas Schläppi traf zum 2:1.

 

Die Kraft hat gereicht

In den letzten 10 Minuten des Mitteldrittels waren die Zürcher die bessere Mannschaft und so sollte es weitergehen. Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Andrin Kunz. Er behielt den Überblick und sein Team im Spiel. In der 52. Minute war auch er machtlos. Lars Spillmann konnte zum 2:2 ausgleichen. Man merkte nun die Anspannung in der Halle. Sollte der Favorit das Spiel noch drehen können? Die Antwort lautet Nein! In der 56. Minute kam Verteidiger Martin Häfelfinger an der blauen Linie zum Schuss. Lasse Richert lenkte herrlich in die obere Ecke ab. 3:2 für den Underdog! Trotz stürmischen Angriffen des EHC Dübendorf und dem Herausnehmen des Torhüters konnten die Red Lions die Führung bis zum Schluss behaupten. Die Überraschung war perfekt!

 

Geschlossene Mannschaftsleistung

Das Ergebnis überrascht, aber die Mannschaft hat sich trotz Rumpfteam und schlechten Voraussetzungen den Sieg mit einer riesigen Willensleistung und intelligenter Spielweise verdient. Herausragend 1x mehr: Goalie Andrin Kunz. Seiner Leistung kann man nur das Prädikat „Weltklasse“ aussprechen.

 

Auswärtsspiel am Bodensee

Schon am kommenden Mittwoch, 20. Dezember geht der Spielbetrieb weiter. Die Red Lions reisen nach Romanshorn. Denkt man sich an das Hinspiel, erinnert man sich an ein kurioses Spiel, das mit 3:5 verloren ging. Marco Vogt & Co. fanden trotz Überlegenheit keinen Weg, die 3 Punkte ins Trockene zu bringen. Gibt es nun die Revanche? Spielbeginn im EZO Romanshorn ist um 20.15 Uhr.

 

Red Lions Reinach – EHC Dübendorf 3:2

 

1:0 | 21:24 M. Wüthrich (M. Mosimann)

2:0 | 25:44 S. Pfister (C. Maurer, J. Mosimann)

2:1 | 32:27 L. Schläppi (L. Spillmann)

2:2 | 51:01 L. Spillmann (T. Brauchli, N. Kammermann)

3:2 | 55:03 L. Richert (M. Häfelfinger, K. Boschung)

 

Red Lions Reinach: Kunz (Stucki); Maurer, Buchschacher, Häfelfinger, Bamert, Schnyder, Zogg; Mosimann, Pfister, Boschung, Bonga-Bonga, Rosamilia, Richert, Wüthrich, Koch;

 

Bemerkungen:

Red Lions Reinach ohne Arm, Arnold , Gunziger, Lerch, Moldovanyi, Müller (alle verletzt), Bischofberger, Vogt (krank), Meinen (SC Langenthal)

 

Weitere Resultate – 1. Liga Ostschweiz

EHC Burgdorf – Pikes Oberthurgau 5:1

Argovia Stars – HC Prättigau-Herrschaft 1:2

HC Delémont-Vallée – EC Wil 4:9

SC Herisau – EHC Wetzikon 3:2

HC Luzern – SC Rheintal 7:5